Cubes disbanded

February 3rd, 2010

Cubes

Was passiert wenn man zwei Würfel systematisch auflöst? Genau das. Was aussieht wie zwei Schnipsel Transparentpapier sind 2 3D Würfel, die ich übereinander gelegt habe. Jeder Punkt des Drahtgittermodels wurde zunehmend durch eine Zufallsvariable in xyz Richtung modifiziert.

The Elegance of Multiples

January 5th, 2010

Ein kleines Experiment, dass ich über die Feiertage gescriptet habe. Im Grunde ging es um die Frage, ob ein langsames Script seine Einzelbilder auf einen Server auslagern kann und wie lange das dauert. Es dauert sehr lange, dass kann ich jetzt sagen.

Das Script, welches ich verwendet habe, erstellt zufällig Punkte auf der Bühne und errechnet die Distanz von jedem Punkt zu allen Punkten. Im Radius von 100 Pixeln wird die Tranzparenz der Verbindungen angepasst. Je höher die Distanz zweier Punkte zueinander ist, desto durchscheinender wird die Linie gezeichnet.

Das Alles verursacht natürlich einen riesen Rechenaufwand. Im Video weiter unten habe ich 2500 Punkte verwendet, bedeutet pro Bild 2500*2500 = 6247500 Distanzberechnungen. Hinzu kam die PNG Kompression, die auch noch einmal Zeit beansprucht hat. Für jedes Bild hat Flash ca. 12 Sekunden gebraucht. Die exportierten Bilder habe ich zu einem Video zusammegesetzt. Das Resultat, dank Vimeo leider etwas stark komprimiert, sieht man hier.

Ein unkomprimiertes Einzelbild zeigt wieviele Details durch die Kompression verloren gegangen sind.

The Elegance of Multiples

Eine Livedemo mit 125 Punkten. Einfach auf den grauen Button klicken.

Bei der Gelegenheit möchte ich gleich mal auf MusOpen.com aufmerksam machen. MusOpen ist ein spendenfinanziertes Projekt, dass sich zum Ziel gesetzt hat gemeinfreie Musik auch gemeinfrei zu machen. Für Musikstücke, die älter als 70 Jahre sind besteht kein Urheberrecht mehr. Dennoch kann man nicht einfach eine x-beliebige Aufführung eines Musikstücks nehmen, da die aufführenden Musiker Rechte an ihrer Aufführung innehaben. Also geht man bei MusOpen mit den Spenden auf Musikersuche und lässt eine komplett gemeinfreie Version des Stückes produzieren. So hab ich das gerne!

www.musopen.com

FOTB

September 21st, 2009

Keynote war Klasse, Ausblicke auf die kommende Flash IDE und die Integration von Flash Builder.

10:30 Carlo’s Vortrag über die Arbeitsweise bei den Powerflashern war sehr aufschlussreich. Lernt Scrum!

11: 42 Ich sitze grade in Chuck Freedmans Vortrag über die Optionen, welche man mit Flash und dem Microphone hat. Cooles Zeug. Hätte nicht gedacht, dass man mit so einer angestaubten Sache wie Stereo soviel Spaß haben kann. Aus der Perspektive eines Spieleentwicklers ergeben sich da vollkommen neue Möglichkeiten.

13:30 Ich sitze im Dome, John redet grade darüber, dass sich das Publikum doch nähern dürfte. Rob Chiu (the ronin) hat nicht viel Zeit mitgebracht, er muss morgen früh um 6:00 schon wieder in LA sein. Der Vortrag startet jetzt. Beeindruckendes Intro, schöner Film.

Liveblogging canceled

Das haut so nicht hin, mein Akku hält das nicht den ganzen Tag durch. Also werde ich einfach über die Erfahrungen berichten, die ich gemacht habe.

Rob Chiu Sein Vortrag war leider aufgrund meiner Position im Saal etwas schwer zu verstehen, ich fands aber trotzdem sehr interessant, wie er seinen Film “FEAR/LOVE” produziert hat. Angefangen bei der Suche nach den passenden Drehorten, über die Castings der Schauspieler bis hin zur atmosphärischen Nachbearbeitung hat er alles gezeigt, was zu diesem beeindruckenden, fast semidokumentarischen Werk geführt hat. Es war großartig.

Dr.Woohoo hat einen Querschnitt der Cybernetics präsentiert. Ich wusste nicht was Cybernetics sind, jetzt weiß ich es auch nicht, aber ich habe eine Ahnung, dass diese Feld wohl sehr tiefgehend ist. Kurz umrissen kann man Cybernetics wohl dem Feld elektronischer Kunst zuordnen.

Hillman Curtis Vortrag war eine entspannte Sache. Zurücklehnen, anschauen, und genießen wie er seinen Weg vom und zum filmischen Portrait beschreibt.

Joel Gethin Lewis hat die Erwartungen, die in ihn gesetzt wurden, bestens übertroffen. Der Saal hat gelacht, die Stimmung war relaxed, es war ein sehr guter Aus/Einklang für die Afterparty :)

Abschluss

Eigentlich wollte ich diesen Artikel in der Schublade verschwinden lassen. Mittlerweile sind aber die ersten Verlinkungen (warum auch immer, gibt ja nicht viel zu lesen) aufgetaucht, also schiebe ich noch schnell einen zusammenfassenden Abschluss hinterher.

Kurz: Die FOTB war großartig, vielleicht die beste europäische Flash Konferenz überhaupt!

Lang:
Ohne jetzt wieder auf einzelne Vorträge einzugehen, möchte ich die Summe der Eindrücke schildern, die ich von der FOTB mitgebracht habe. Und das sind nicht wenige.

Was mir zuerst einmal richtig gut gefallen hat, war das bunte Gemisch an verschiedenen Nationalitäten. Es gab einen kleinen Überhang an Deutschen, aber der war nicht auffällig, weil man sich so oder so auf Englisch unterhalten hat. Sonst war fast alles vertreten, was an Industrienationen kreucht und fleucht. Das sorgte für eine erfrischende Atmosphäre und viele anregende Gespräche. Besonders auf den Afterparties. Wo bitte trifft man denn sonst einen Schweden, der die letzten neun Jahre in Australien gelebt hat, und sich gerade ärgert, dass seine kolumbianische Frau keinen spanischen Pass bekommen hat, und er das ganze jetzt über sein Heimatland abwickeln musste. Solche Menschen zu treffen öffnet den Horizont für Neues.

Die Auswahl der Sprecher hat John Davey richtig gut hinbekommen. Wer Technik wollte bekam sie auch, wer Unterhaltung wollte wurde unterhalten. Den Fokus nicht zu 100% auf Flash zu legen und Randthemen wie Audiovisualisierung oder Filmproduktion mit anzubieten, hat der FOTB sicherlich gut getan. Inspirierend war es auf jeden Fall. Tief beeindruckend fand ich den Vortrag von Craig Swann, ich werde meinen Zimmerpflanzen von nun an täglich sagen, dass sie mir nicht egal sind.

Wer noch nicht auf der FOTB war, sollte es sich überlegen, ich geh nächstes Jahr wieder hin. See you there!

Internet User werden sich immer aufregen, wenn…

August 11th, 2009

…die Politik sich in ihr Leben einmischt. Doch warum ist das so?

Im realen Leben gibt es grob gesagt eine Trennung des Lebens in eine Bürger- und Zivilgesellschaft und in den Staat. Die Bürger- und Zivilgesellschaft umfast dabei NGOs (non govermental organisations), nicht Gewinn orientierte Organisationen und eben das restliche zivile Leben, aus Familien, Vereinen und anderen sozialen Gruppen. Diese Gesellschaft kann nur existieren, weil ihr der Staat gewisse Freiheiten, zum Beispiel die Versammlungsfreiheit, eingeräumt hat.

Der Staat ist ein von der Gesellschaft geschaffenes Konstrukt, welches den Schutz der Gesellschaft und ihr Funktionieren gewährleisten soll. Er übt Macht an Punkten aus, an der die Gesellschaft nicht funktioniert, Konfliktpotential offenlegt, welches ihr weiterbestehen gefährden könnte.

Das Internet selbst stellt, zumindestens für die Natives, eine gewachsene Gesellschaft dar. Es ist ein Kommunikationssystem und Medium zugleich, in dem jeder Schutz gewähren und jeder Macht ausüben kann. Die einzige Möglichkeit im Netz bestand zu haben, ist sich mit Gleichgesinnten zu umgeben und auf die Stärke und das Wohlwollen der Gruppe zu vertrauen. Die oftmal beschworenen basisdemokratischen Möglichkeiten des Netzes sind sekundäre Eigenschaften für die sich die Gruppen aktiv Entscheiden müssen. Nichts spricht dagegen, dass die Gruppe einem Multiplikator wie einem Alphatier folgt, und sich in der nächsten Sekunde von ihm abwendet, weil er seinen Einfluss unmoralisch gebraucht hat.

Das Internet ist also nur so demokratisch wie es seine Nutzer sind. Die Nutzer sind allerdings weniger von einem gesellschaftsorganisatorischen Konzept beseelt, als von dem einfachen Wunsch die Einschränkungen der realen Gesellschaft, nicht einmal die des Staates, abzuschütteln und sich ein wenig freier verhalten und ihr Potential nutzen zu dürfen. Die vermeintliche Anonymität des Netzes leistet diesem Wunsch Vorschub, wie man ja allerorts sieht.

Der Konflikt zwischen staatstragenden Organen und der Internetgesellschaft entsteht mit restriktiven Eingriffen seitens des Staates in diese gewachsene Gesellschaft. Es stehen hierbei weniger die Regulationen der Infrastruktur des Netzes im Fokus des Konflikts, als eine Mögliche Regulation der Inhalte, sprich Zensur, im Vordergrund.

“Das Internet ist kein rechtsfreier Raum” ist ein häufig zitierter Satz um den Eingriff der Politik in die Internetgesellschaft zu rechtfertigen. Doch damit stoßen sie auf den Widerstand der Nutzer. Für diese gelten zwar die Gesetze des jeweiligen Staates, aber da sich der Staat aus einer anderen Gesellschaft heraus generiert, wird der Eindruck einer böswilligen Invasion seitens des realen Staats erweckt. Die Unabhänigkeitserklärung des Internets von John Perry Barlow hat es auf den Punkt gebracht:

Regierungen der industriellen Welt, Ihr müden Giganten aus Fleisch und Stahl, ich komme aus dem Cyberspace, der neuen Heimat des Geistes. Im Namen der Zukunft bitte ich Euch, Vertreter einer vergangenen Zeit: Laßt uns in Ruhe! Ihr seid bei uns nicht willkommen. Wo wir uns versammeln, besitzt Ihr keine Macht mehr.

deutsche Übersetzung bei telepolis

Der Staat der realen Gesellschaft führt also den Auftrag aus, den er durch die Gesellschaft bekommen hat. Nun trifft er auf eine andere Gesellschaft und die Individuen, welche sich hier einen Freiraum geschaffen hatten, und diese reagieren auf das anlegen realer Maßstäbe in ihrer entmaterialisierten Welt dementsprechend.

Dabei ist der aktuell viel diskutierte Eingriff durch das Zugangserschwerungsgesetz noch relativ harmlos, hält man sich vor Augen, dass die Netzneutralität damit nicht wirklich angetastet wurde. Es findet keine Deep Package Inspection statt, sondern es werden nur Seitenaufrufe umgeleitet. Allein das ist zwar eine bedenkliche Konstruktion, aber angesichts der Unwissenheit unserer Politiker ist die Internetgesellschaft nochmal mit einem blauen Auge davon gekommen.

Genau hier spreche ich dem einzelnen User die Schlüsselfunktion zu schlimmeres vermeiden zu können, denn er stellt die Schnittstelle zur realen Welt dar. Will der Nutzer die neu gewonnene Freiheit behalten und nicht durch Lobbyisten und Interessengruppen beeinträchtigt werden, muss er sich in der alten Welt diesen Strukturen entgegen stemmen. Sind sie es nicht, welche die Nutzung des Internets durch ihr Handeln salongfähig gemacht haben?

In Marshall McLuhans Systemtherorie stellt die Politik nur eines von vielen Systemen dar. Jedes System hat dabei eine binäre Leitdifferenz, die quasi der Motor des Systems ist. Die Leitdifferenz der Politik ist Macht und Ohnmacht. Ein Politiker in der Opposition ist so sinnerfüllt wie ein gut gemeinter Rat des Pfarrers vor der leeren Sonntagskirche. Auf die Politiker braucht der Internetnutzer also nicht hoffen, da diese nicht das Wohl Aller im Sinne haben, sondern das Erlangen und Erhalten der Macht. Erst in zweiter Instanz ergibt sich Systembedingt ein Interesse am Bürger, da diese noch das Sagen haben, wer an der Macht ist, und wer nicht.

Eine Gesellschaft, die dieses Staatssystem jedoch nicht zu brauchen glaubt, muss zwangsläufig auf Ablehnung stoßen, vor allem wenn sich zeigt, dass die Selbstorganisation der Netzgesellschaft im realen Leben negative Auswirkungen hat. Die Politiker, welche nun einmal auch die Interessen der Lobbys vertreten müssen, sehen sich nicht in der Lage gegen das Internet anzukommen und reagieren mit einem Angriff auf die Wurzel allen Übels, die Netzneutralität. Erst wenn alle Inhalte kontrolliert werden, kann gewährleistet werden, dass nichts gegen die Interessen realer Gesellschaftsgruppen geschieht. Da hört man Floskeln wie “von China lernen” und sieht eine im Verbot gipfelnde Ratlosigkeit.

Es bleibt abzuwarten worin der Konsens zwischen realer Welt und Netzwirklichkeit bestehen wird. Ein wenig müsste die Netzgesellschaft auf die reale Welt zugehen, indem sie Instanzen zur Selbstkontrolle schafft, bevor der Staat vollständig im Regulierungswahn die Kontrolle über die Bürgerrechte verliert. Der Staat müsste im Gegenzug das Laisse faire Prinzip walten lassen, eine anti-autoritäre Erziehung des Netzbewohners wagen, und die Rechtsprechung schneller auf die neuen Gegenbenheiten anpassen um weiterhin den Schutz seiner Gesellschaft gewährleisten zu können.

ZILL

June 23rd, 2009


ZILL, bei Flickr (LI)


ZILL Gallery, bei Flickr (LI)

After a very long development period of about 4 months, zill-music has finally hit the ground. It’s over, it’s online, it’s cool :) I’m very satisfied with the result. A complete flash site based on Typo3, a Wordpress blog and a happy client.

visit zill-music.de

Design Blast 2009

June 13th, 2009

Wer den Design Blast verpasst hat, hat Pech gehabt. Eine gratis Konferenz mit einer hochwertigen Auswahl an erfolgreichen Sprecherinnen zu versäumen lässt sich nicht anders bezeichnen. Sprecherinnen ist in diesem Fall nicht als Geste geschlechtlicher Political Correctness gemeint, denn auf dem diesjährigens Designblast ging es nur um die weibliche Sichtweise des Designs, sondern als Verdeutlichung des 2009er Line Ups.

Es waren geladen:
Kate Moross, Emma Thomas, Kasia Korczak, Catrin Altenbrandt, Luna Maurer und Marjie Vogelzang.

Gerahmt wurde der Design Blast durch ein munteres Ambiente aus rosa Zuckerwatte (7 Portionen für mich), rosa Namensschildchen und abstrahierten Pferdeposter inklusive.

designblast

Schön zu verwenden: die Namensschildchen

Los ging es kurz nach Zehn mit Kate Moross, die alle Studienabgänger auf die Ränge verwiesen, und ihnen gezeigt hat, wie man es richtig macht. 23 Jahre ist Kate Moross alt, hat aber schon für Größen wie Sony, Nike und Pepsi gearbeitet. Ich bin 27 und frage mich, wie sie das hin bekommt. Es gehört wohl ein besonders energisches Wesen dazu, genauso wie eine gehörige Portion Freundlichkeit. Ein Blick in ihr Portfolio sagt eigentlich schon alles. Mit 23(!) hat sie nicht nur ein erfolgreiches Designbüro und ein Plattenlabel gegründet, nein, sie verkauft auch noch ihre Ware in einem eigenen Laden in London. Hallo? Erde an Kate, mach mal langsam!

Danach stellte Emma Thomas die Arbeiten ihres Designbüros APFEL vor. APFEL steht für “A Practice for Everyday Life” und dementsprechend weit gestreckt war auch das Portfolio. Von Magazindesign bis zur Austellung fand man alles. Gute Grafik, spannend anzuschauen.

Kasia Korczak legte in ihrem Vortag die Zusammenhänge innerhalb kaukasischer Kulturen offen und gab interessante Einblicke in die Regionen Eurasiens. Von der heutigen Kultur, über die Sowjetzeit bis hin zur frühgeschichtlichen Epoche spannte sie ihren Vortrag, und ließ den interessierten Zuhörer wissen, dass das Schriftsystem der Region dreimal innerhalb eines Jahrhunderts geändert wurde. Die Auswirkungen dieses Wechsels sind bis heute spürbar und lässt die tiefe Zerissenheit der Menschen dort erahnen.

Katrin Altenbrandt’s Vortag war bemerkenswert, weil man die ein oder andere Arbeit schon einmal gesehen hatte, ohne gleich Pixelgarten als Urheber damit in Verbindung zu bringen. Pixelgarten, bei denen der Name alles andere als das Programm widerspiegelt, basteln in Handarbeit Installationen und Raumgrafiken, welche fotografisch reproduziert ihre erstaunliche, illustrative Wirkung entfalten. Kunden wie das NEON Magazin wussten das zu schätzen und ließen sie sogar Modestrecken inszenieren.

Wirklich begeisternd war Luna Maurers Vortrag über das von ihr mitbegründete Conditional Design, welches den Gestaltungsprozess zum Produkt erhebt, und das Ergebnis kreativen Schaffens nur als Nebeneffekt betrachtet. Die Parallelen zur generischen Kunst sind offensichtlich, jedoch bricht Luna Maurer geschickt mit dem Computer als Erfüllungsgehilfen. Stattdessen setzt sie auf die Unabhängikeit menschlicher Spieler als generisches Mittel. Diese werden Regelwerken ausgesetzt und liefern durch ihr Verhalten einen aufschlussreichen Output an kreativer Einsichten in den Menschen. Bricht das Individuum mit den Regeln, oder befolgt es sie? Welchen Einfluss haben die Aktivitäten anderer Individuen auf die Entscheidungen im Prozess? Wie beeinflusst die Ausgangssituation das Ergebnis? Dies sind nur ein paar Fragen, die sich an Luna Maurers Prozess-Werken abzeichnen. Hochinteressant.

Weniger abstrakt, dafür das verbindende Element des Essens vertiefend, ging Marije Vogelzang in ihrer Erläuterung des von ihr kreierten Felds des “eating-Design” vor. Sie zeigte ihren Weg aus Essen mehr als nur einen Akt der Kalorienaufnahme zu machen. Performance, Installation und Gastronomie reichen sich beim eating-Design die Hände und bilden ein gesamt-konzeptionelles Werk, dass die Beeinflussung von Sinn und Sinnlichkeit zum Ziel hat. Essen aus einem anderem Blickwinkel zu betrachten scheint ungeahnte Möglichkeiten der Gestaltung, Kritik und des Genusses, ja sogar der Erziehung, zu beinhalten. Man kann leider nur wenig darüber schreiben, man muss ihr zugehört haben, wie sie erklärt, wie man aus Marzipan Arten unbekannter, essbarer Tiere erschafft, oder wie sie Überlebenden des zweiten Weltkrieges die Tiefen der Psyche mit ein paar Happen der Kindheitsspeisen öffnet. Beispiele die zeigen wie man das Feld des “eating-Design” unterschätzen kann, schließlich zählt nicht nur das was, sondern auch das wie.

Damit wären alle Sprecherinnen des Design Blast erwähnt und mir die Veranstaltung noch einmal vor Augen geführt. Es hat Spaß gemacht, und beeindruckte mit Alternativen zum “Old Boy’s Club” Design. Erstaunlich war auch zu sehen Frauen ihre Präsentationen aufbauen. Kein Leistungsgepränge, mehr leitende Einblicke in die jeweilige Arbeitsweise und Ansichten. Es wahr eine Abwechselung, eine sehr angenehme Veranstaltung. Ich freue mich aufs nächste mal.

FFK09 – eine kurze Review

May 1st, 2009

Vorab: Ich hatte das riesige Glück eine Karte zur FFK09 zu gewinnen. Vielen Dank und Lob an die Jungs von Flashhilfe.de, die das ermöglichten.

Als langjähriges, aktives Flashforum Mitglied war es mir natürlich eine besondere Freude endlich mal mit dabei zu sein. Ich bin um vier Uhr morgens aufgestanden, habe einen RedBull gefrühstückt und war nach knapp vier Stunden Autobahn im Mediapark in Köln.

Das Gebäude zu finden war kein Problem, raus aus der Tiefgarage, und schon stand ich davor. Das Parken ist für Konferenzgäste übrigens sehr günstig gewesen. Wer sich in der Buchhandlung im Parterre gemeldet hat, konnte für nur 6 Euro sein Fahrzeug unterbringen, statt 15,- wie am Automaten vermerkt.

Ich hab auch gleich am Eingang gesehen, dass ich richtig bin – der Anteil an Frauen in der Besuchertraube war unter geschätzten 10%. (Was ja manchmal auch nicht verkehrt ist.)  Es erwies sich auch als recht einfach mit den Teilnehmern ins Gespräch zu kommen. Manchen kannte man schon von anderen Konferenzen, wiederrum andere waren offensichtlich genauso neu wie ich auch. Die Location bot sich zur Kommunikation auch an. Zwei Räume, ein großes Foyer, Catering und Partnerstände, da konnte man Diskutieren, Kaffee schlürfen und sich einfach mal treiben lassen.

Zu den Vorträgen selbst muss ich eigentlich nicht viel sagen. Die Qualität war hoch, das Niveau auch, wie man es sich für ein fachkundiges Publikum wünscht. Sascha und Marc haben bei der Auswahl der Redner ganze Arbeit geleistet, und die richtige Balance zwischen Tiefe und Kurzweil gefunden.  Wer keine Lust auf hochtechnische Themen hatte, dem bot sich immer ein alternativer Vortrag an.

ffk09_1      Joa Eberts Vortrag, zwei Minuten Speedscribbling 

Besonders gefallen hat mir “Audiotool Private Parts” von Joa Ebert, der mir noch nicht bekannt war, und dessen unglaubliche Livecoding Session mir bestimmt noch in Erinnerung bleiben wird. Vor allem seine strukturalistische Herangehensweise an bestimmte Probleme, lässt mich hoffen, dass ich mit dem Willen zur unbedingten Abstraktion nicht alleine dastehe. Ebenso die Ankündigung, dass Hobnox eine OpenSource Plattform startet, auf der sie viele ihrer Innovationen der Öffentlichkeit zur Verfügung stellen werden, ließ den einen oder anderen (mich auch) innerlich jubeln.

André Michelles Vorträge kennt man vielleicht schon aus dem ein oder anderen Video, umso mehr war es ein Vergnügen ihn mal live zu erleben. Die Lacher hatte er in seiner 10-Hot-Minutes Session auf seiner Seite. Zehn Minuten Coding für ein kurzes “Blieb”. Das hat Appetit auf mehr gemacht, und so hab ich in seinem Vortrag “Boing Bumm Tschak” endlich kapiert, dass ein Low-Pass Filter nichts anderes als einen Mouse Follow für Töne darstellt. Schön das man so etwas, so einfach erklären kann.

ffk09_2       Nicolas Cannasse über das SWF Format

Wässrig wurde mir der Mund bei Sven Claars “Next Flex Workflow: Flex 4 und Flash Catalyst”. Sollte Flash Catalyst jemals kommen, dann wird er den Workflow grundlegend verändern, und endlich ein paar wirklich dumme Hürden aus der Kooperation zwischen Designer und Programmierer aus dem Weg räumen. Ein Traum, den ich selbst schon durch eine eigene Klassenbibliothek versuchte Realität werden zu lassen. Aber wenn Adobe das macht, dann ist das auch gut so :)

Ich könnte hier jetzt noch einmal ausführlich auf jeden Vortrag eingehen, aber ich denke, wen es wirklich interessiert, der kann sich auch die DVD holen. Ich denke die wird zeitnah erscheinen. Ich kann aber nur jedem Empfehlen, der Flash mag, die Community schätzt und nicht allergisch auf Tageslicht reagiert: geht hin, es lohnt sich. Und die Afterparty war auch nicht von schlechten Eltern.

World Graphic Design Day

April 27th, 2009

Der ist ja heute, wer hätte das gedacht…

world graphic design day

Grade im “Vier” entdeckt

March 17th, 2009

Grade im Vier entdeckt

Da schmunzelt man natürlich.

“Vier”

Hit by inspiration – Pt. 2

March 14th, 2009

Ich habe mich nochmal an den kleinen Generator von gestern gesetzt, nachdem ich festgestellt habe, dass er Firefox auf über 1GB aufbläst. Das muss ja nicht sein.

Es gibt immernoch ein paar Dinge, die mir nicht so ganz gelingen, aber so langsam wirds. Demnächst muss ich mal eine Farbkontrolle einbauen, und etwas, dass Ordnung in dieses Zufallschaos bringt.