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FFK09 – eine kurze Review

Friday, May 1st, 2009

Vorab: Ich hatte das riesige Glück eine Karte zur FFK09 zu gewinnen. Vielen Dank und Lob an die Jungs von Flashhilfe.de, die das ermöglichten.

Als langjähriges, aktives Flashforum Mitglied war es mir natürlich eine besondere Freude endlich mal mit dabei zu sein. Ich bin um vier Uhr morgens aufgestanden, habe einen RedBull gefrühstückt und war nach knapp vier Stunden Autobahn im Mediapark in Köln.

Das Gebäude zu finden war kein Problem, raus aus der Tiefgarage, und schon stand ich davor. Das Parken ist für Konferenzgäste übrigens sehr günstig gewesen. Wer sich in der Buchhandlung im Parterre gemeldet hat, konnte für nur 6 Euro sein Fahrzeug unterbringen, statt 15,- wie am Automaten vermerkt.

Ich hab auch gleich am Eingang gesehen, dass ich richtig bin – der Anteil an Frauen in der Besuchertraube war unter geschätzten 10%. (Was ja manchmal auch nicht verkehrt ist.)  Es erwies sich auch als recht einfach mit den Teilnehmern ins Gespräch zu kommen. Manchen kannte man schon von anderen Konferenzen, wiederrum andere waren offensichtlich genauso neu wie ich auch. Die Location bot sich zur Kommunikation auch an. Zwei Räume, ein großes Foyer, Catering und Partnerstände, da konnte man Diskutieren, Kaffee schlürfen und sich einfach mal treiben lassen.

Zu den Vorträgen selbst muss ich eigentlich nicht viel sagen. Die Qualität war hoch, das Niveau auch, wie man es sich für ein fachkundiges Publikum wünscht. Sascha und Marc haben bei der Auswahl der Redner ganze Arbeit geleistet, und die richtige Balance zwischen Tiefe und Kurzweil gefunden.  Wer keine Lust auf hochtechnische Themen hatte, dem bot sich immer ein alternativer Vortrag an.

ffk09_1      Joa Eberts Vortrag, zwei Minuten Speedscribbling 

Besonders gefallen hat mir “Audiotool Private Parts” von Joa Ebert, der mir noch nicht bekannt war, und dessen unglaubliche Livecoding Session mir bestimmt noch in Erinnerung bleiben wird. Vor allem seine strukturalistische Herangehensweise an bestimmte Probleme, lässt mich hoffen, dass ich mit dem Willen zur unbedingten Abstraktion nicht alleine dastehe. Ebenso die Ankündigung, dass Hobnox eine OpenSource Plattform startet, auf der sie viele ihrer Innovationen der Öffentlichkeit zur Verfügung stellen werden, ließ den einen oder anderen (mich auch) innerlich jubeln.

André Michelles Vorträge kennt man vielleicht schon aus dem ein oder anderen Video, umso mehr war es ein Vergnügen ihn mal live zu erleben. Die Lacher hatte er in seiner 10-Hot-Minutes Session auf seiner Seite. Zehn Minuten Coding für ein kurzes “Blieb”. Das hat Appetit auf mehr gemacht, und so hab ich in seinem Vortrag “Boing Bumm Tschak” endlich kapiert, dass ein Low-Pass Filter nichts anderes als einen Mouse Follow für Töne darstellt. Schön das man so etwas, so einfach erklären kann.

ffk09_2       Nicolas Cannasse über das SWF Format

Wässrig wurde mir der Mund bei Sven Claars “Next Flex Workflow: Flex 4 und Flash Catalyst”. Sollte Flash Catalyst jemals kommen, dann wird er den Workflow grundlegend verändern, und endlich ein paar wirklich dumme Hürden aus der Kooperation zwischen Designer und Programmierer aus dem Weg räumen. Ein Traum, den ich selbst schon durch eine eigene Klassenbibliothek versuchte Realität werden zu lassen. Aber wenn Adobe das macht, dann ist das auch gut so :)

Ich könnte hier jetzt noch einmal ausführlich auf jeden Vortrag eingehen, aber ich denke, wen es wirklich interessiert, der kann sich auch die DVD holen. Ich denke die wird zeitnah erscheinen. Ich kann aber nur jedem Empfehlen, der Flash mag, die Community schätzt und nicht allergisch auf Tageslicht reagiert: geht hin, es lohnt sich. Und die Afterparty war auch nicht von schlechten Eltern.